Meine Reitreise begann klassisch im Reitverein – und ziemlich schnell mit dem Gefühl, dass „so“ nicht mein Weg ist. Ich wollte verstehen, wie Pferde lernen, wie sie sich gesund bewegen und wie echte Zusammenarbeit entsteht. Statt schneller, höher, weiter wurde mir wichtig: fein, logisch und pferdegerecht.
Mein Haflinger Stern hat diesen Weg entscheidend geprägt. Er war nie ein Pferd für Druck oder Durchziehen, sondern eins, das Klarheit, Mitdenken und fairen Umgang einfordert. Durch ihn habe ich gelernt, wie sehr Training, Körper und Ausrüstung zusammenhängen – und dass nachhaltige Veränderung nur entsteht, wenn man das Pferd als Partner ernst nimmt.
Heute verbinde ich genau diese Perspektiven: Sattelanpassung, Biomechanik und Training. Seit 2021 bin ich ausgebildete Sattelfitterin und seit 2023 in Ausbildung zur Fachtherapeutin für Osteopathie und physiotherapeutisches Training am Pferd. Mein Ziel ist immer dasselbe: Pferde so fair und gesunderhaltend wie möglich zu trainieren.
Auf meinem Ausbildungsweg gab es Menschen, die mich fachlich besonders geprägt, inspiriert und immer wieder zum Weiterdenken gebracht haben.
Ich verstehe meine Arbeit als Lernprozess. Neben meinen formalen Ausbildungen bilde ich mich kontinuierlich in Sattelanpassung, Training und Therapie weiter – etwa durch die Teilnahme am Sattel-Symposium der Universität Leipzig, durch anatomische Sezierkurse an der Universität München (u. a. bei Prof. Maierl), durch Fachvorträge bei Conny Röhm sowie durch vielfältige therapeutische Weiterbildungen, unter anderem bei Isabella Caravetta, Katharina Möller & Claudia Weingand, Daniela Schäfer, Thies Böttcher und Chris Debski. Regelmässige Kurse im Bereich Reitkunst und feiner Trainingskonzepte runden diesen Weg ab. Dabei ist mir auch der Blick über den Tellerrand sehr wichtig!
