Meine Pferde

Meine drei Pferde sind die wichtigsten Lehrmeister in meinem Leben. Sie spiegeln meine Stärken wie auch meine Schwächen, Emotionen positiv wie negativ. Mein grösster Dank gilt ihnen, ihrer Gutmütigkeit und vor allem unendlichen Geduld, mir immer wieder Dinge aufzuzeigen, an denen ich arbeiten darf. 

Foto Chiara Brülisauer
Foto Chiara Brülisauer

Stern

(geb. 2009 in Deutschland)

Stern ist ein 2009 geborener Haflingerwallach und seit er 1,5 Jahre alt ist an meiner Seite – eigentlich hat er damals selbst entschieden, dass er bei mir einzieht. Er ist mein Spiegel und gleichzeitig mein grösster Lehrmeister: ehrlich, sensibel und blitzgescheit. Wenn der Druck zu hoch wird, beendet er die Zusammenarbeit konsequent und genau dadurch hat er mich gelehrt, wie wichtig Klarheit, Geduld und echtes Verständnis im Training sind.
 
Er liebt Zirkuslektionen und blüht dabei richtig auf. Reiten ist nicht seine Lieblingsdisziplin, aber er gibt sich Mühe vorausgesetzt, man bleibt fair, ruhig und ohne unnötigen Ehrgeiz. Stern ist einseitig blind, was im Alltag kaum auffällt, und dennoch erinnert er mich täglich daran, wie viel Vertrauen und Feinheit echte Partnerschaft braucht.
Foto Alina Breitbach
Foto Alina Breitbach

Ken du Mas

(geb. 2020 in Frankreich)

Der Jüngste im Bunde ist ein waschechter Südfranzose. Aufgewachsen in den Sümpfen der Camargue hat er inzwischen seinen Platz in der Schweiz gefunden – als unheimlich cooles, aufgeschlossenes Jungpferd mit viel Charme. Seine Stierkampflinien kann er dabei nicht ganz verleugnen: wach, präsent und manchmal mit einem kleinen Funken „Ich hab da auch noch eine Meinung“.
 
Ich bin unglaublich glücklich, dass mich dieses Juwel aus der Zucht von Marc Jalabert gefunden hat. Ken hat sich längst einen festen Platz in meinem Herzen gesichert – und wir haben bereits begonnen, gemeinsam die ersten Schritte in seiner Ausbildung zu gehen. Ich freue mich sehr auf alles, was vor uns liegt.
Foto Chiara Brülisauer
Foto Chiara Brülisauer

Reginn vom Forstwald

(geb. 2001 in Deutschland, verstorben 2023 in Frankreich)


Im November 2023 hat sich Reginn ganz unerwartet auf seine letzte Reise gemacht. Sein Abschied war so, wie ich ihn kannte: leise, unauffällig und doch voller Entschlossenheit. Wir vermissen ihn sehr – er hinterlässt eine grosse Lücke.
Ich blicke auf eine wunderschöne, lehrreiche und heilsame Zeit an seiner Seite zurück und bin dankbar für jede einzelne Sekunde mit diesem wundervollen Pferd.